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September 2026
Newsletter der Beauftragten für Interreligiösen Dialog in der ELKB

INHALTSÜBERSICHT

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Liebe Freundinnen und Freunde im interreligiösen Dialog,

die Sommerpause liegt hinter uns. Nach der jüngsten Wahl und im Vorfeld weiterer Wahlen ist die Stimmung vielerorts von Unsicherheit und Sorge um die Zukunft geprägt.
Kaouther Tabai hat aus diesem Anlass ein Gedicht geschrieben, das hier erstmals veröffentlicht ist:

In mir

In mir wohnt
Eine kleine fröhliche Raupe
Die von Flügeln aus Regenbogen
Träumt
In mir tost
Ein Ozean
Aus wilden Glückswogen
Und rätselhafter Sehnsucht
Nach
Ich weiß nicht was
In mir schlummern
Muscheln
Deren Perlen geplagt sind
Von einer heimlichen Liebe
zum Tageslicht
In mir ruhen
Anfänge von tausendundeinem Märchen mit Happy End
Die noch nicht erzählt wurden
In mir flattern
Satinbänder
Weiß
Rosa
Und hellblau
Die ohne Visum in fremden Lüften
Hoch
Hoch hinaussteigen wollen
Um die Übermächtigen auszulachen
In mir spielt
Ein sanfter Regen
Seine ewige Melodie
Um alle Neugeborenen zu wiegen
Die ich nicht gebar
Ihnen sanft die Stirn zu küssen
Sich bei ihnen zu entschuldigen
Für den Wahnsinn unserer Welt

Die Rechte an dem Gedicht liegen bei der Autorin selbst. Eine Veröffentlichung in Gänze oder in Auszügen nur mit Zustimmung der Autorin möglich (kaouther99@aol.de).
Von Kaouther Tabai, aus dem Gedichtband „Schneeflocken und Jasminblüten“ (erscheint demnächst).

Die Praxistagung von 16.-18.10.2026 in Hannover schafft Begegnung und Austausch mit vielen Religionsgemeinschaften.
Es gibt nur noch eine Handvoll freie Plätze. Melden Sie sich gerne an.

Aktuellen Fragestellungen widmet sich die Online-Reihe DialogverNETZt von Oktober bis Dezember: weibliche Perspektiven auf den Koran, die Anziehungskraft von Kalifatsideologien auf junge Menschen sowie die ethischen Herausforderungen der Palliativversorgung von Musliminnen und Muslimen.

Gemeinsam wollen wir neue Perspektiven entdecken und spannende Diskussionen führen.

Herzlichst
Mirjam Elsel
Susanne Odin
Alexandra Morath

PRAXISTAGUNG FÜR MULTIPLIKATOR*INNEN 

Praxistagung „Haus der Religionen Hannover - ein exemplarischer Ort interreligiösen Lernens und Begegnung“
für Multiplikator*innen der interreligiösen Begegnung
16.-18. Oktober 2026 

Wer noch mitfahren möchte, sollte sich bald anmelden.
Es sind nur noch wenige Plätze frei.

Tagungsort: Haus der Religionen Hannover, Böhmerstr. 8, Hannover
Unterkunft: Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33, Hannover

Das Haus der Religionen in Hannover ist ein Ort für interreligiöse Begegnung. Christen, Juden, Jesiden, Muslime, Aleviten, Hindus, Buddhisten, Bahaì und Humanisten veranstalten Lesungen, Vorträge, Diskussionsrunden, Tagungen, Feste, Freizeitangebote und vieles mehr für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zentrum des Hauses ist die multimediale Dauerausstellung, in der sich neun Religionen und Weltanschauungen vorstellen. Das Team bietet ein großes Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte, Kitas, Verwaltungen und Multiplikator:innen der interreligiösen Begegnung. In Deutschland ist das Projekt damit einzigartig.

Wir werden bei der Praxistagung Personen hinter dem Projekt kennenlernen, einen Einblick in die pädagogische und praktische Arbeit bekommen, zu Gast bei Religionsgemeinschaften in Hannover sein und viele Anregungen für unsere eigene Praxis mitnehmen. Natürlich soll auch Zeit für den Austausch untereinander bleiben.

Die An- und Abreise erfolgt eigenorganisiert. Hannover ist gut mit der Bahn zu erreichen. Es empfiehlt sich, rechtzeitig ein Sparpreis-Ticket zu buchen. Vom Hauptbahnhof erreichen Sie das Hanns-Lilje-Haus in 10 Minuten mit der U-Bahn, und von unserem Quartier aus sind wir ebenfalls in 10 Minuten im Haus der Religionen.

Aufgrund der höheren Anreisekosten haben wir die Teilnehmendenbeitrag bewusst niedrig gehalten. Eine Teilnahme soll jedoch nicht an den Kosten scheitern. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie eine Ermäßigung oder Unterstützung bei den Fahrtkosten brauchen.

Übernachtung im EZ     120,00 €

Übernachtung im DZ     80,00 €, bitte Zimmerpartner*in angeben

Ermäßigte                      50,00 €

Anmeldung bis zum 20.09.2026

Überweisung des Tagungsbeitrages bis zum 20.09.2026 auf das Konto: Evang.-Luth. Kirche in Bayern IBAN: DE 33 5206 0410 0001 0000 63 Verwendungszweck: SE389400-001 Interreligiöse Tagung 2026, Vorname Name

DIALOGVERNETZT

DialogverNETZt – aktuelle Themen im interreligiösen Dialog
einmal im Monat montags – online – jeweils 19 - 20 Uhr

05. Oktober
Der Islam und die Frauen – weibliche Perspektiven im und auf den Koran
mit Dr. Kathrin Klausing (Institut für Islamische Theologie, Universität Osnabrück)

Frauen erscheinen im Koran als handelnde und von Gott angesprochene Subjekte. Ihre Stimmen treten unter anderem in Bittgebeten hervor; zugleich markieren ihre Darstellungen zentrale religiöse, soziale und familiäre Konstellationen innerhalb der koranischen Erzählungen.

Die Figuren treten in unterschiedlichen Rollen und Lebenslagen auf: als Mütter, alleinstehende oder kinderlose Frauen, als Auswanderinnen, als Frauen in Machtpositionen oder als sozial marginalisierte Personen.

Der Vortrag untersucht diese Vielfalt weiblicher Figuren und fragt danach, wie ihre religiöse und gesellschaftliche Bedeutung im koranischen Text konturiert wird.

Weitere Termine:

16. November              
Vergangenheit als Versprechen? Wie Kalifatsideologien junge Menschen ansprechen
mit Imame El Guennouni (Department Islamisch-Religiöse Studien, FAU Erlangen-Nürnberg)

07. Dezember
Sterben und Paliativversorgung im Islam: Ethische Fragen am Lebensende
mit Dr. Hadil Lababidi (Lecturer für islamische Medizin- und Bioethik Institut für Sozialethik, Universität Zürich)

Veranstalter: Beauftragte für interreligiösen Dialog der ELKB, Muslimisches Bildungswerk Bayern, Evangelische Erwachsenenbildung Bayern

FORTBILDUNG FÜR LEHRKRÄFTE ZUR AUSSTELLUNG: YALLA

Wer bin ich? Wer sind wir?
Religionssensible Zugänge zu Vielfalt und Identität am Beispiel der Ausstellung „Yalla“

7. Oktober 2026, 10 – 16 Uhr

Im Jüdischen Museum München, Sankt-Jakobs-Platz 1, 80331 München

Der Workshop führt ein in die religiöse und weltanschauliche Pluralität in Bayern. Über die Auseinandersetzung mit eigenen biographischen Erfahrungen werden religions- und diversitätssensible Zugänge erschlossen. Beispielhaft wird die Vermittlungsarbeit des Jüdischen Museums München in Bezug auf das Judentum vorgestellt. Die aktuelle Sonderausstellung „Yalla – arabisch-jüdische Berührungen“ im Jüdischen Museum München regt dazu an, sich mit Fragen nach der eigenen Identität auseinander zu setzen. Wer bin ich? Was prägt mich? Wo erfahre ich Anerkennung? Was gibt meinem Leben Sinn? Das sind Fragen, die Schülerinnen und Schüler beschäftigen. Es geht darum Lernprozesse zu gestalten, die Vielfalt sichtbar machen, ohne in Stereotypen zu verfallen.

Referentinnen:
Sapir von Abel, Kuratorin für Kulturvermittlung und Bildung am Jüdisches Museum München Mirjam Elsel, Pfarrerin und Beauftragte für interreligiösen Dialog der Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, Weiterbildung in der Kunst des Biographischen Arbeitens

Eine Kooperation der Religionspädagogischen Institute RPZ (ev.) und IRL (kath.) und der Fortbildung für Lehrkräfte des Islamischen Unterrichts ALP Dillingen.

Die Ausstellung “Yalla” ist noch bis Februar 2027 zu sehen. Für Schulklassen (ab 9. Klasse) werden Führungen angeboten.

VERANSTALTUNGSTIPPS

Lesung mit Kaouther Tabai auf der „Afrikanischen Woche beim Internationalen Mädchentag“ in Augsburg

am Sa, 10. Oktober 2026, 14 Uhr
Ort: Jugendzentrum villa des Stadtjugendrings Augsburg, Kanalstraße 15, 86153 Augsburg

Kaouther Tabai, die deutsch-tunesische Schriftstellerin, ist vielen von Ihnen bereits bekannt! Tabai veranstaltet immer wieder Lesungen mit Gedichten und Geschichten, die zwischen Tunesien und Deutschland spielen und die den Wunsch nach Menschlichkeit und Frieden ausdrücken. Sie ist im interreligiösen Dialog seit vielen Jahren engagiert.

Nymphenburger Gespräche: Wege zum Miteinander
Ein interreligiöser Abend zum Thema Versöhnung und Vergebung

Mi, 16. September 2026, 19 Uhr

Ort: Kultur im Trafo, Nymphenburger Str. 171a, 80634 München

Schuldgefühle können belasten und verlangen nach Auflösung. Doch sich nach einem Streit oder einer nicht mehr zu ändernden Tat zu versöhnen, ist alles andere als leicht. Auch die Religionen kennen dies und finden unterschiedliche Wege, mit Schuld und Versöhnung umzugehen. Wir sprechen mit Vertreter:innen der abrahamitischen Religionen über ihre Sicht auf das Thema und welche Wege die Religionen dafür bereithalten. Es diskutieren gemeinsam:

Hans-Martin Gloël, Theologe, Evangelische Stadtakademie München
Gönül Yerli, Islamische Gemeinde Penzberg
Michaela Rychlá M.A., Lehrerin für jüdische Religionslehre und Buchautorin
Moderation: Dr. Robert Mucha (MVHS)

Eine Veranstaltung des Kooperationsprogramms Nymphenburger Gespräche (Evangelische Stadtakademie München, Fachbereich Dialog der Religionen im Erzbischöflichen Ordinariat, Freunde Abrahams e.V., IDIZEM e.V., Liberale Jüdische Gemeinde Beth Shalom, Münchner Volkshochschule) in Zusammenarbeit mit Kultur im Trafo.

„Abrahams Gastfreundschaft, Sarahs Lachen, Hagars Zuversicht“

So., 20. September 2026, 16 Uhr

Ort: Herz-Jesu-Kirche, München-Neuhausen
Lachnerstr. 8 (Tram 12, U1/7 Rotkreuzplatz) 

Im terminlichen Umfeld des Todestages von Manfred Görg (17.9.2012) und zu
seinem Gedenken veranstalten die Freunde Abrahams jährlich ein ‚Abrahamisches
Friedensgebet‘. Impulse aus verschiedenen Religionen werden diesmal, am Vorabend des jüdischen Versöhnungstages Jom Kippur, von Mitgliedern des Kuratoriums der Freunde Abrahams beigetragen:

Prof. Karl-Josef Kuschel (kath.), Pfrin. Mirjam Elsel (ev.), Imam Belmin Mehic (muslim.), Dietmar Bruckmann (Bahá’í).

Freuen Sie sich auf Musik des Künstlerpaares „toffaha“: Rasha Ragab und Christoph
Nicolaus (München und Kairo). Im Anschluss besteht die Gelegenheit, die Öffnung des eindrucksvollen Kirchenportals mitzuerleben.
Und danach wird es Gelegenheit zu ABRAHAMS TREFF in einer nahen gelegenen Gaststätte geben.

Die Interkulturelle Woche lädt heuer von 27.9. – 4.10.2026 bundesweit zu Veranstaltungen ein, unter dem Motto „Dafür!“
Unser diesjähriges Motto fordert uns auf, Stellung zu beziehen, Haltung zu zeigen und uns klar und deutlich fürs FÜReinander auszusprechen. 
"DAFÜR!" begreifen wir als lebendigen und starken Gegenpol zur immer lauter werdenden rechtspopulistischen Stimmung im Land.

In Fürstenfeldbruck gibt es z.B. ein dichtes Programm mit Workshops, Vorträgen und Aktionen von 2.-17.10.2026 Sehr lohnenswert!

Friedensgebet des Rates der Religionen München
"10 Jahre zusammen unterwegs"

Di, 29. September 2026, 19 Uhr

In der Ehemalige Karmeliterkirche, Karmeliterstr. 1 in München

Der Rat der Religionen München feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Jubiläum: Im Juli 2016 wurde er gegründet, um die Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften vor Ort zu stärken und durch Dialog und Beratung das gegenseitige Verständnis und Zusammenleben in der Stadtgesellschaft zu verbessern.

Beim Friedensgebet lesen und rezitieren Vertreter*innen verschiedener Münchner Religionsgemeinschaften Texte aus ihren jeweiligen Heiligen Schriften, singen und sprechen Gebete aus ihren Traditionen. Die Religionen setzen ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben in der Stadt München.

Zum Rat der Religionen gehören: die Alevitischen Gemeinde München e.V., die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in München, die Bahá'í-Gemeinde München, die Deutsche Buddhistische Union e.V., die Erzdiözese München und Freising, der Evangelisch-Lutherische Dekanatsbezirk München, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Liberale Jüdische Gemeinde Beth Shalom, das Münchner Forum für Islam (MFI) e.V., der Muslimrat München e.V., die Orthodoxe Pfarrkonferenz München.

 

Ein Projektchor unter der Leitung von Peter L. Schneider wird Lieder aus dem Liederbuch „Pray for Peace“ singen.

Im Anschluss an das Friedensgebet findet ein kleiner Empfang mit Getränken und Imbiss statt. Bürgermeisterin Verena Dietl wird für die LH München ein Grußwort sprechen.

Vortrag und Diskussion „Islamische Normen in Deutschland“

Do., 29. September 2026, 18:30 Uhr

Online

An welchen Normen orientieren sich junge Muslim*innen in Deutschland? Wie gehen sie mit islamischen Vorgaben um, und welche Rolle spielen gesellschaftliche Diskurse bei ihrer persönlichen Orientierung?

Diesen Fragen ist Dr. Simone Trägner in ihrer Dissertation nachgegangen. Auf Basis qualitativer Interviews zeigt ihre Studie eindrücklich, wie junge Muslim*innen die Relevanz islamischer Normen individuell aushandeln und in ihre Lebensrealität in einer modernen, säkularen und pluralen Gesellschaft integrieren.

Die Autorin kommt zu den Ergebnissen mit Prof. Dr. Dr. h. c. Mathias Rohe ins Gespräch.

LANGE NACHT DER DEMOKRATIE

Fr., 02. Oktober 2026

Kommunen und Landkreisen in ganz Bayern gestalten engagierte Kooperations­partner ein vielfältiges Programm für Menschen jeden Alters. Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit wird in unterschiedlichen Formaten über Demokratie nachgedacht, diskutiert und gemeinsam gefeiert. Die Lange Nacht macht demokratische Werte erlebbar und lädt dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und Perspektiven auszutauschen.

Auch die Evangelische Kirche ist an zahlreichen Orten dabei, zum Beispiel die evangelische Kirchengemeinde in Miesbach. Sie lädt ab 16 Uhr Menschen aller Generationen ins Bunte Haus ein, Demokratie gemeinsam zu erleben, zu diskutieren und mitzugestalten.
Auf der Seite „Unser starkes Kreuz für Demokratie“ finden Sie Veranstaltungen in Ihrer Nähe:

Tag der offenen Moschee am 3. Oktober 2026

Am 3. Oktober findet alljährlich der „Tag der offenen Moschee“ statt. Sehr viele Gebetshäuser öffnen ihre Pforten, bieten eine Führung an und freuen sich auf Ihr Interesse! In aller Regel können Sie einfach vorbeigehen. Selten nur werden Programme vorab auf die homepage gestellt.

Wenn Sie eine Moschee in Ihrer Nähe besuchen möchten, aber keine kennen, können Sie sich gerne an uns wenden.

Gemeinsame religiöse Erfahrungen in den Religionen?
Christlich-muslimischer Dialog zwischen Begegnung, Differenz und gesellschaftlichen Herausforderungen

Do, 08. Oktober, 19 Uhr

Ort: Ökumenisches Zentrum Lengfeld, Am Schloßgarten 2, 97076 Würzburg

mit Mahmoud Abushuair, Islamischer Theologe, Bildungsreferent beim Muslimischen Bildungswerk Bayern
und Pfarrerin Mirjam Elsel, Beauftragte für interreligiösen Dialog der ELKB

Wo steht der christlich-muslimische Dialog? Welche Erfahrungen prägen die Zusammenarbeit von Christinnen und Christen sowie Musliminnen und Muslimen vor Ort? Was verbindet muslimische Gläubige und Christ*innen, was unterscheidet sie und was für Unterschiede gibt es innerhalb der in sich sehr vielfältigen Religionen?

Veranstalter: Evangelisches Bildungswerk Frankenforum e. V. in Zusammenarbeit mit der Akademie Domschule und dem Freundeskreis des Ökumenischen Zentrums in Lengfeld e. V.

Religionsverbindende Schöpfungsfeier zum 800. Todestag von Franz von Assisi

So., 4. Oktober 2026, 15 - 18 Uhr

Platz der Menschenrechte in München-Riem

Am 4. Oktober 2026 ist der 800. Todestag des hl. Franz von Assisi. Neben seiner Liebe zur Schöpfung zeichnete er sich auch durch seine Bemühungen im interreligiösen Dialog aus. Wir wollen beides feiern und laden Sie am 4. Oktober ab 15.00 Uhr zu einer religionsverbindenden Feier in die Messestadt Riem ein. Wir das sind das Haus der Kulturen und Religionen, die Freunde Abrahams, das Münchner Bildungswerk und das Bildungswerk der katholischen Arbeitnehmerbewegung.

Treffpunkt ist der Platz der Menschenrechte in Riem. Daraufhin werden wir zum Platz der Weltreligionen pilgern, wo die Feier mit Vertreter:innen des Islams, Judentums, Buddhismus, Hinduismus und Christentum stattfinden wird. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum Austausch bei einem Picknick. Bringen Sie hierfür bitte die entsprechende Ausstattung wie eine Decke, Essen/ Trinken, Spiele, Instrumente und gute Laune mit!

Lichterweg: Mach Dich auf für Menschlichkeit!

Samstag, 10. Oktober 2026, 19 Uhr

Start vor der Feldherrnhalle, Odeonsplatz

Veranstalter: Freunde Abrahams e.V. und Haus der Kulturen und Religionen München e.V.

Lesung mit Mirrianne Mahn aus ihrem Debütroman „ISSA“

Sa, 24. Oktober 18 Uhr

Im eckstein, Haus der Evang.-luth. Kirche in Nürnberg

Moderation: Mirjam Elsel, Beauftragte für interreligiösen Dialog der ELKB

In ihrem Debütroman ISSA (Rowohlt Hundert Augen, 2024) verwebt Mirrianne Mahn die Geschichten von fünf Frauen, deren Leben mehr als ein Jahrhundert auseinanderliegen – und die dennoch durch die Spuren deutscher Kolonialgeschichte und den Kampf um Selbstbestimmung miteinander verbunden sind.
Zwischen Kamerun und Deutschland erzählt der Roman von Zugehörigkeit und Entwurzelung, von Gewalt, aber vor allem von weiblicher Stärke, Widerstand und Sisterhood.

Der Roman war für den Debütpreis der lit.COLOGNE nominiert und stand 2025 auf der Longlist des BücherFrauen- Literaturpreises „Christine".

Mirrianne Mahn ist auch die Hauptreferentin beim Fachtag „Vielfaltsperspektiven“ der Evangelischen Erwachsenenbildung Bayern am selben Tag ebenfalls im eckstein.

Kommunaler Fachaustausch "Am Lebensende begleiten – Musliminnen und Muslime in bayerischen Kommunen"

Di, 10. November 2026, 10-12 Uhr

Online

In bayerischen Kommunen leben ca. 800 000 muslimisch geprägte Menschen und auch sie sind vom demografischen Wandel betroffen. Der Bedarf an medizinischer und palliativer Versorgung steigt, seelsorgerische Begleitung am Lebensende und muslimische Bestattungen werden relevanter. Wie können Kommunen auf diese steigenden Bedarfe und Bedürfnisse reagieren und diese religions- und kultursensibel begleiten? Wie kann eine muslimische Patientenverfügung aussehen?

Mit diesen Fragen setzen sich Integrationsbeauftragte, Integrationslotsinnen und -lotsen, sowie Mitarbeitende in bayerischen Kommunen an dem Fachtag auseinander.

Brückenbauen in der Kommune: Muslimische Teilhabe und gesellschaftliches Zusammenleben im DACH-Raum“
Abschlusstagung an der Evangelischen Akademie Tutzing

16. - 17. November 2026

Ort: Evangelische Akademie Tutzing

Das Projekt „Brückenbauen in der Kommune – Muslimische Teilhabe und gesellschaftliches Zusammenleben im DACH-Raum“ ist ein Teilprojekt der Islamberatung in Bayern, getragen von der Eugen-Biser-Stiftung und gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.

Für das Zusammenleben mit Muslim:innen ist die Kommune ein zentraler Ort – ganz gleich, ob in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz. Die Rahmenbedingungen mögen unterschiedlich sein, die Fragen bleiben die gleichen: Wie lässt sich die Teilhabe der muslimischen Bevölkerung vor Ort stärken? Wie kann eine Zusammenarbeit mit den lokalen Moscheegemeinden gelingen? Was bedeutet das auch ganz konkret und praktisch, etwa bei Bestattungen nach muslimischem Ritus? Und was lässt sich der zunehmenden Muslimfeindlichkeit entgegensetzen?

Die Tagung blickt auf Erfahrungen aus dem Projekt „Brückenbauen in der Kommune – Muslimische Teilhabe und gesellschaftliches Zusammenleben im DACH-Raum“ der Eugen-Biser-Stiftung und diskutiert die Herausforderungen. Zwei Jahre lang begleitete es partizipative Prozesse in sechs Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz – jeweils mit dem Ansatz der kommunalen Islamberatung. Das Konzept geht auf die Bedürfnisse der Ratsuchenden ein und entwickelt direkt vor Ort mit ihnen gemeinsam Lösungen, die sich sowohl am jeweiligen Kontext als auch den Bedürfnissen orientieren.

Über die Ländergrenzen hinaus soll es bei der Tagung auch jenseits des deutschsprachigen Raums um muslimisches Leben in ganz Europa gehen. Inwiefern eignet sich das Konzept der Islamberatung, um auch hier muslimische Teilhabe zu fördern?

© KI Generiert Adobe Stock

Dem Glück auf der Spur – in Judentum, Christentum und Islam

11.-13. Dezember 2026

Ort: Evangelische Akademie Tutzing

Seit jeher suchen Menschen nach Glück. Die Sehnsucht ist allen Menschen innewohnend. Ob Philosophen wie Aristoteles, Psychologen oder Glücksforscher – zu allen Zeiten begeben sich Menschen auf die Spurensuche nach dem Glück. Das Streben nach Glück ist bei der Gründung der USA vor 250 Jahren sogar in die Verfassung aufgenommen worden. Glücksratgeber füllen die Regale in Buchhandlungen in der Rubrik Spiritualität wie auch im Netz: Daher lässt sich fragen: Welche Rolle spielen dabei die drei großen Weltreligionen? Können sie darauf eine Antwort geben? Und wenn ja, welche?

Diesen und weiteren damit verbundenen Fragestellungen wird auf der Tagung „Dem Glück auf der Spur“ Raum gegeben. Ausgehend von der menschlichen Suche nach Glück wird in Vorträgen über Glück im Judentum, Christentum und Islam dargelegt, wie sie jeweils Glück verstehen und wie man dem Glück auf die Spur kommt. Damit verbundene Ambivalenzen werden ebenso ausgeleuchtet wie die spirituelle Tiefendimension menschlicher Sehnsucht nach Glück.

Begeben Sie sich mit auf eine interreligiöse Reise nach dem Glück in Judentum, Christentum und Islam. Entdecken Sie jeweilige Besonderheiten wie auch Gemeinsamkeiten bei Ihrer Spurensuche des Glücks. Und erleben Sie wie Glück in diesen Weltreligionen kulturell erfahren wird – in Musik, experimentellem Gestalten, Poesie und Feste-Feiern, wie auch in einem kleinen, feinen Klezmer-Konzert.

Referent:innen: Prof. Daniel Krochmalnik, Dr. Hamideh Mohagheghi, Prof. Michael Roth, Dr. Jochen Wagner, Nevfel Cumart, Peter L. Schneider, Iris und Shirel Golde

Veranstalter: Evang. Akademie Tutzing in Kooperation mit der GCJZ München Oberbayern e.V., Fachbereich Dialog der Religionen im Erzbischöflichen Ordinariat München, der Beauftragten für Interreligiösen Dialog der ELKB

FORTBILDUNGSANGEBOTE DER FORSCHUNGSSTELLE RELIGIÖSE VIELFALT

Die „Forschungsstelle für religiöse Vielfalt“ ist eine Einrichtung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Mathias Rohe, M.A. und wird gefördert durch das Bayerische Ministerium des Innern, für Sport und Integration.

Mit seinen Bildungs- und Vortragsangeboten wendet sich das interdisziplinär zusammengesetzte Team der „Forschungsstelle für religiöse Vielfalt“ gezielt an Multiplikator*innen sowie an Schulen.

Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf Israel-Palästina im Hinblick auf die Folgen für das religiöse Miteinander sowie religiöse Konzepte von Legitimation.

FOTO- UND MALWETTBEWERB FÜR RELIGIONS FOR PEACE EUROPA

Religions for Peace Europa startet internationalen Mal- und Fotographie-Wettbewerb zum interreligiösen Dialog. In Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für interreligiösen und weltanschaulichen Dialog der Konferenz der INGOs des Europarates (CINGO) wird ein internationaler Kunstwettbewerb ausgerufen.

Thema: Interreligiöser Dialog: Brücken der Zusammenarbeit, des Friedens und der Verständigung.

Der Wettbewerb zielt darauf ab, junge Menschen zu ermutigen, durch Kunst und Fotografie ihre Perspektiven auf interreligiösen Dialog, Respekt vor Vielfalt, friedliches Zusammenleben und die Rolle der Kooperation beim Aufbau einer offeneren und integrativeren Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen.

LINKS ZU KOOPERATIONEN

Nürnberg: Begegnungszentrum Brücke - Köprü






München: Haus der Kulturen und Religionen 
 

Dialogveranstaltungen des Erzbistums München






Die Europäische Januz Korczak Akademie bietet eine Reihe hochaktueller Veranstaltungen auch online an. 

Die Gesellschaft Freunde Abrahams setzt sich für die Verständigung zwischen Judentum, Christentum und Islam auf wissenschaftlicher Grundlage ein.
 
 
 
 
 
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Büro der Beauftragten für Interreligiösen Dialog
Katharina-von-Bora-Str. 11
80333 München
 
Tel.: 089 55 95 - 681
E-Mail: interreligioeser.dialog@elkb.de
 
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